Zam Helga - Black Pictures Support: Beauty Fools

21.05., Aalen, frapé

Der Musiker Zam Helga wurde durch seine Band „Helga Pictures“ bekannt, die er 1990 gründete und die unter anderem mit Größen wie Bob Geldorf, The Ramones und New Model Army spielte. 1993 hatten sie einen Auftritt in der WDR-Sendung „Rockpalast“. Neben einer erfolgreichen Solokarriere spielte er zudem in den Bands „Friends of Zulu“ und „Rauhfaser“. Zam ist eng mit der Region verbunden und hat 2007 sein Studio „Sitting Man“ in Plüderhausen eröffnet. Am 21. Mai kommt Zam Helga mit seiner neuen Band „Black Pictures“ für ein Konzert ins Frapé Aalen. Als Support spielen die Beauty Fools, die nach einer fast 25-jährigen Pause ihr Wiedererwachen feiern. Wir haben Zam Helga vorab 3 Fragen gestellt.

XAVER: Hallo Zam! Du hast in deiner Laufbahn als Musiker schon Unglaubliches erreicht und viel erlebt. Was unterscheidet Black Pictures von deinen vorhergingen musikalischen Projekten?


Zam Helga: Die Zam Helga Musik steht auf zwei Beinen. Ich habe mich seit 1996 ganz der deutschen Sprache zugewandt und die Alben werden seitdem immer mehr durch akustische Instrumente geprägt. Der Wunsch wurde aber in den letzten Jahren größer, den englisch sprachigen, lauteren und hauptsächlich auf E-Gitarre basierenden Liedern wieder einen Raum zu geben. Die Black Pictures sind das Forum für meine alten und gerade entstehenden englischen Alben.

X: Mit dir bei Black Pictures zu hören sind der Schlagzeuger Peter Kumpf und der Bassist Andy Kemmer. Wie habt ihr als Band zusammengefunden und ist das eure erste Zusammenarbeit?


Z: Peter Kumpf und ich sind mittlerweile langjährige Musik-Freunde. Im Jahr 2000 spielten wir zusammen bei einem Reunionversuch der Band „Anyone’s Daughter“. Peter blieb dort, aber ich war durch den angehenden Erfolg der Band „Rauhfaser“ eingespannt. Seitdem arbeiten wir immer wieder zusammen, sei es als Produzenten oder an anderen Projekten. Auf Monster begleitet er mich bei dem Lied „Die Hand“ am Schlagzeug. Bei den Black Pictures starteten 2019 zunächst mit Paco Müller am Bass, der jedoch aus zeitlichen Gründen den Platz für Andy Kemmer frei gab. Auch er hat in seiner Laufbahn mit „Anyone’s Daughter“ gearbeitet, was uns auf eine Art verbindet.

X: Ein Blick auf eine Vita lässt erahnen – Das war noch lange nicht alles! Auf was dürfen wir uns in Zukunft von dir freuen und wie geht es mit Black Pictures weiter?


Z: Die Band hat großes Potenzial – die Lieder für das erste Album sind da und hätten bereits erscheinen sollen. Die Pandemie hat in den letzten zwei Jahren die Kulturlandschaft komplett verändert und den Black Pictures sehr zugesetzt. Nach der Tour mit „New Model Army“ Ende 2019 wollten wir ins Studio und weiter touren – dann kam der Lockdown. Ich habe mich in dieser Notzeit wieder mehr meinen deutschen Liedern zugewandt, weil ich das Gefühl hatte, dass das gerade gebraucht wurde. 2020 erschien dann auch mitten im schlimmsten Geschehen das Album „Königskind“. Aktuell arbeite ich an meinem fünften Solo-Album, dass wahrscheinlich noch in diesem Jahr oder im Frühjahr 2023 erscheinen wird. Die Black Pictures sind eine „physikalische Band“. Laut, kraftvoll, rhythmisch – im vollen Gegensatz zu den Bedingungen, unter denen Konzerte in den beiden Pandemie Jahren stattfanden. Mein Gefühl war, dass die Black Pictures ihre Zeit haben werden, wenn das Publikum wieder tanzen kann, sich frei bewegen darf. Im Moment geht dies wieder und ich wir freuen uns auf das Konzert in Aalen. Und wenn dies so bleibt, werden wir zeitnah an dem Album weiterarbeiten.

Beginn 20.00 Uhr, Eintritt 15,- Euro, mehr Infos auf www.zamhelga.de und www.frape-aalen.de


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