Prof. Urs Niggli - Landwirtschaft. „Wir essen buchstäblich den Planeten auf.“

08.12., Gschwend, bilderhaus

Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung, ohne die Klimakrise zu befeuern, sind eine gewaltige Herausforderung für die Zukunft. 2050 wird es auf der Erde etwa 10 Milliarden Menschen geben. Wie können wir in den nächsten Jahrzehnten die Menschheit innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen mit biologischer Landwirtschaft ernähren? Zerstört eine High Tech-basierte industrielle Landwirtschaft den ländlichen Raum, verbraucht sie die natürlichen Ressourcen und treibt sie die Menschen in die Städte?
Diese Fragen beantwortet Prof. Dr. Dr. Urs Niggli aus der Schweiz in seinem 2021 erschienenen Buch „Alle satt?“. In seiner Zusammenschau der Erkenntnisse eines bewegten und erfolgreichen Forscherlebens hat er einen visionären Plan für die Ernährung der Welt entworfen. Urs Niggli gilt als international anerkannter und als gefragtester Forscher zum biologischen Landbau, sozusagen als „Bionier“. So wurde er zum Beispiel mit der Ausrichtung des UN-Welternährungsgipfels im Herbst 2021 in New York beauftragt. 30 Jahre lang war er Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL). Unter seiner Leitung ist das FiBL zu einer führenden Biolandbau-Forschungseinrichtung geworden, die er zu einem europäischen Netzwerk mit zahlreichen Standorten weiterentwickelt hat. Auch als Pensionär engagiert sich der Experte für Biolandbau weiterhin. Er eröffnete erst kürzlich eine Beratungsfirma für Agrarökologie. Denn, so sagt er, die Gegenwart sei der spannendste Moment in seinem Leben. „Die Landwirtschaft steht an einer Zeitenwende.“

Beginn 20.00 Uhr, Eintritt 16,-- Euro, Live-Streaming-Ticket 10,-- Euro, www.bilderhaus.de


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