Buzzy Lee / Spoiled Love

Synthiepop

Bei ihr kommt die Welt auf wundersame Weise zum Stillstand: Ob Buzzy Lee wohl heimlich mit außerirdischen Wesen wie E.T. kommuniziert? Durchaus möglich! Denn die US-Chanteuse und Tochter von Regisseur-Legende Steven Spielberg entwirft auf ihrem Solodebüt „Spoiled Love“ eigenwillige Synthiepop-Gegenwelten. In denen die Dinge sachte aus den Fugen geraten. Buzzy Lees kleine Songs entfalten ihre tückische Magie fast im Zeitlupentempo. Nur vordergründig klingt ihre Stimme mädchenhaft. Hinter dieser Sanftheit verbergen sich abgründige Gedanken. Die nur scheinbar harmlosen Samples und Beats, mit denen Buzzy Lee und ihr französischer Produzent Nicolas Jaar die Songs unterlegen, haben etwas latent Beunruhigendes.

Songs wie „What Has A Man Done“ klingen mitunter wie ein fernes Echo aus Traumsequenzen, an die wir uns gerade nicht mehr erinnern können, von denen wir aber instinktiv spüren, dass sie in unserem Unbewussten herumflattern wie schwarze Vögel. Dass es sich hier um ein Trennungsalbum handelt, glauben wir unbenommen! Buzzy Lee erschafft feine Songs von verhuschter Schönheit. Fragilität ist hier nicht mit Schwäche zu verwechseln. Und was ganz stark für die junge Chanteuse einnimmt: Bei allem vorgeblichem Rückzug ins Innere klingt Buzzy Lee sehr kraftvoll, sehr präsent, sehr lebendig und sehr aktuell. Vergleiche mit Lykke Li, Kate Bush oder Sóley, ihre isländischen Schwester im Geiste, braucht die Musikerin nicht zu scheuen!


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