Ane Brun / After The Great Storm

Pop

In der langen Karriere der norwe-gischen Musikerin Ane Brun gibt es eine Konstante: Die Veränderung: Die einst akustisch orientierte Singer-Songwriterin, die zu Beginn vor allem auf den Spuren von Joni Mitchell wandelte, hat sich eine große künstlerische Unabhängigkeit erarbeitet und zu einer vielseitigen Pop-Künstlerin gewandelt. Auf ihrem achten Album „After The Great Storm“ überrascht Ane Brun mit elegantem, üppig instrumentierten Synthiepop, der mit elegischen Trip-Hop-Sounds und sanft experimentellen Tönen flirtet. Dass sich eine verhalten melancholische Stimmung durch die Songs zieht, ist kein Zufall: Ane Brun verarbeitet hier den Tod ihres im Jahr 2016 verstorbenen Vaters.Die Musikerin nimmt diesen persönlichen Verlust zum Anlass, als Mit-Vierzigerin auf ihr eigenes Leben zurückzuschauen. Mit den von R&B-Elementen inspiriertem Track „Honey“ erinnert sie sich an ihr 18jähriges Selbst. Ane Brun zeigt sich mit Songs wie „Take Hold Of Me“ auf der Höhe der Zeit und beweist, dass sie den famosen Schweden von The Knife ebenso aufmerksam gelauscht hat wie angesagten Acts wie Kendrick Lamar. Mit Tracks wie dem nachdenklichen und dennoch poetischen „We Need A Mother“ erinnert Ane Brun in Zeiten immer größerer Vereinzelung daran, dass wir uns an ganz simple Dinge erinnern müssen: Wir brauchen einander, denn wir gehören alle zusammen.


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