Stone Temple Pilots / dto
Nach der Ankündigung einer Reunion der Stone Temple Pilots waren die Erwartungen hoch. Und? Sie wurden erfüllt und enttäuscht in gleichem Maße. Ritten sie mit ihrem Debüt noch auf der Grunge-Welle, so zeigten sie schon mit ihrem zweiten Album, dass sie mehr dem klassischen Rock verbunden sind. „Purple“ war und ist eine richtig gute, zeitlose Scheibe, ebenso wie das formidable „Tiny Music“. Leider glückt ihnen dies mit ihrem sechsten Album nicht ganz, aber der Weg ist ein guter. Denn was die vier Piloten hier bieten, ist entspannte Rockmusik, die nicht langweilt und das gewisse Etwas Freakness hat, das vor allem von Scott Weiland ausgeht. Die Single „Between The Lines“ rockt ganz anständig, danach „Take A Load Off“ – ein ganz lässiges Teil. „Dare If You Dare” hat ein wenig Beatles im Blut, „Cinnamon“ mit feiner Gitarre ist spitze fürs Auto, den Sommer mit Sonne und mehr. Ärgerlich dagegen sind das alberne „Bagman“ und „Fast As I Can“; die sind einfallslos und unnötig. Aber alles in allem ein gelungenes Comeback alter Helden.


