Rox – Memoirs
Sie mixt souverän Pop, modernen Motown-Sound („I Don’t Believe“), Soul und R’n’B („No Going Back“, „Do As I Say“). Die Single „My Baby Left Me“ rotiert völlig zu Recht durch diverse Radiostationen, besonders interessant an der Londonerin ist aber, dass sie auch ihre jamaikanischen Wurzeln prima ins Spiel bringt. Denn der Reggaetrack „Rocksteady“ ist ein klares Absetzungsmerkmal gegenüber den ganzen anderen „Fräuleinwundern“ und es bleibt zu hoffen, dass „Memoirs“ der erste Schritt einer langen Künstlerkarriere wird und uns Rox noch lange mit diesem wunderbaren Stilmix erfreut. Erstaunlich auch, dass sie trotz jugendlichem Alter über eine derart reife Stimme verfügt, die sogar eine sehr spartanisch arrangierte Nummer wie das nur von einer sanften Akustikgitarre begleitete „Heart Ran Dry“ trägt. Erinnert hier und da etwas an die dieser Tage leider sehr stille Lauryn Hill, aber das liegt wohl auch daran, dass da der gleiche Produzent seine Finger im Spiel hatte. Toll!


