Moddi / Rubbles
Der 23jährige Pål Moddi Knutsen – so sein voller Name – stammt von der Halbinsel Senja hoch oben im norwegischen Norden, noch nördlich der Lofoten. Mit Akkordeon, Mandoline und Gitarre – allesamt etwas ramponiert – reiste er nach Reykjavik, um dort mit dem renommierten Produzenten Valgeir Sigurdsson an der Musik zu arbeiten, die wir eben hier hören können. Vier Songs sind es nur, aber sie verlangen nach mehr. Nach so viel mehr, dass sie eine Besprechung rechtfertigen, obwohl wir doch eigentlich nur CDs vorstellen. In Moddis Musik spiegeln sich – kein Wunder – norwegische und isländische Charaktereigenschaften: Melancholie und Schrulligkeit, Mut zu elegischen Melodien ebenso wie zu eigenwilliger Instrumentierung und zwischendurch auch Krach-Eruptionen: Die junge Björk trifft Midnight Choir. Nur noch ängstlicher, schüchterner und weniger visionär. Aber das kann noch kommen. Die kommende CD „Floriography“ erwarten wir jedenfalls sehnlich.


