Blind Guardian - At the Edge of Time
Die auffälligste Neuerung ist ein Orchester, das für ein angenehm „natürliches“ Klangklima sorgt und den ohnehin schon breiten BG-Sound mit Pauken und Trompeten unterstützt. Ja, wirklich: Trompeten! Die Orchestermusiker, Streicher dürfen natürlich auch nicht fehlen, dominieren sogar über weite Strecken den Opener „Sacred Worlds“ und den letzten Song „Wheel of time“ (und dürfen nicht nur beiläufig, wie seinerzeit bei Metallicas S&M-Projekt, mitmusizieren). Selbstredend sind mit „Tanelorn“ oder „A Voice in the Dark“ wieder ein paar klassische Uptempo-Ohrwürmer vertreten. In Sachen Melodik macht man Blind Guardian sowieso nichts vor.
Trotz des gewohnten Instrumenten- und Stimmen-Overkills ist die Produktion erfreulich aufgeräumt und durchsichtig geraten. Treue Fans sollten übrigens auf jeden Fall zum limitierten Digipack greifen. Der sieht nicht nur hübsch aus, sondern bietet neben diversen Demotracks und einem Download-Code für weitere unveröffentlichte Songs eine schier unglaubliche Coverversion von John Farnhams Hit „You’re the Voice“.
Blind Guardian - At the Edge of Time (Nuclear Blast / Warner)


