Singularity - XBox360 / Playstation3

05.07.2010 - 12:58 Uhr - markus
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Das Zeitreisen meist im Chaos enden, wissen wir spätestens seit den Zurück in die Zukunft-Filmen. So auch bei diesem Shooter: Zu Beginn des Kalten Krieges entdecken die Russen auf der kleinen Insel Katorga 12 das Element E99 und finden heraus, dass sich damit die Zeit manipulieren lässt. Natürlich geht bei dem Experiment etwas schief und die Insel sowie E99 geraten in Vergessenheit.... bis jetzt:

In der heutigen Zeit soll euer Alter Ego Captain Renko seltsame physikalische Phänomene auf Katorga 12 untersuchen. Dabei gerät er dummerweise ins Jahr 1950 und rettet einen Wissenschaftler vor dem Feuertod. Wieder zurück in der Gegenwart müsst ihr dann feststellen, dass sich der gerettete Wissenschaftler zum Diktator erhoben hat und mittels der E99-Technologie die Welt unterjocht hat.

Versteht sich von alleine, dass ihr den von euch verursachten Schaden schnellstmöglich wieder beheben wollt. Dabei gilt es, auf vorgegebenen Routen die Insel und ihre Gebäude zu erkunden. Jedoch müsst ihr dem Spiel Zeit geben, denn seinen wirklichen Reiz entfaltet Singularity erst nach rund einer Stunde Spielzeit. Vorher lernt ihr die Grundsteuerung und macht ich mit den Schusswaffen vertraut – sobald ihr aber das ZMG (ZeitManipulationsGerät) entdeckt, nimmt das Spiel Fahrt auf. Denn mit diesem Gadget könnt ihr beispielsweise Fässer hochheben und auf Feinde schleudern, zerfallene Kisten wieder herstellen (und dann den Inhalt entnehmen) oder eingestürzte Treppen und Brücken wieder in ihren Originalzustand versetzen und so in vorher unerreichbare Gebiete gelangen.

Richtet ihr das ZMG auf Feinde, dann altern diese binnen Sekunden. Mit der Sekundärfunktion werden Gegner durch einen Impuls weggeschleudert, was euch eine Nachladepause gibt. Jedoch benötigt das ZMG – wie die herkömmlichen Waffen – Munition, die sogenannten E99-Zellen. Zwar lädt sich eure Wunderwaffe von selbst wieder auf, da dies aber ziemlich lang dauert, empfiehlt es sich immer, nach diesen Zellen Ausschau zu halten.

Die Story des Spiels wird euch durch herumliegende Notizen, Tonbandgeräte sowie Filmchen näher gebracht. Apropos näher: die vielen Feinde solltet ihr nicht zu nahe kommen lassen. In der Gegenwart lauern euch aggressive E99-Mutanten mit unterschiedlichen Fähigkeiten sowie perfekt ausgerüstete russische Spezialtruppen auf. Geratet ihr durch einen Zeitriss in die Vergangenheit, warten vergleichsweise harmlose Mutanten und 50er Jahre-Soldaten auf euch. Damit ihr diesen immer zeigen könnt, wo es lang geht, sind sowohl die herkömmlichen Waffen wie Pistole, Gewehr, Shotgun oder Granatwerfer als auch das ZMG aufrüstbar.

Abwechslung vom Shooter-Alltag bieten die kleinen Rätsel, die sich aufgrund des ZMGs geradezu anbieten. So müsst ihr eine Kiste anheben, um einen Durchgang freizumachen, danach die Kiste altern lassen, um sie in den nächsten Raum befördern zu können, dort wieder erneuern und als Treppenstufe benutzen und letztendlich im gealterten Zustand unter ein kaum geöffnetes Rolltor stecken. Wird die Kiste jetzt erneuert, dann hebt sich das Tor mit an und ihr habt freie Bahn.

Leider sind die Manipulationen stark eingeschränkt möglich, das heißt, euch wird vorgegeben, wo das ZMG einsetzbar ist und wo nicht – hier wäre deutlich mehr möglich gewesen. Grafisch macht Singularity einen guten Eindruck, v.a. die Effekte können überzeugen. Auch atmosphärisch weiß das Spiel zu gefallen.

Ach ja, ein unterhaltsamer Mehrspieler-Modus ist ebenfalls integriert. Hier tretet ihr als Soldaten und Mutanten gegeneinander an. Dank der verschiedenen Fähigkeiten der zur Auswahl stehenden Klassen kommt hier die taktische Komponente nicht zu kurz.

Fazit: Atmosphärisch guter Shooter mit tollem – aber ausbaufähigem – Konzept.

Singularity (Activision) ist für XBox360 und PS3 (getestet) erschienen.

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