Alan Wake (XBox 360)
Ein Albtraum beginnt, den Wake möglicherweise selbst erdacht hat: Auf der Suche nach seiner Frau findet er nämlich Manuskriptseiten, die offenbar von ihm stammen und recht präzise die prekäre Situation beschreiben, in der er sich befindet. Er kann sich bloß beim besten Willen nicht erinnern, sie geschrieben zu haben! Was zur Hölle soll das Ganze also? Natürlich ist es eure Aufgabe, genau das in den insgesamt sechs Episoden, in die das Spiel unterteilt ist, herauszufinden.
Mit Alan Wake hat das finnische Studio Remedy nach Max Payne erneut einen
filmreifen Plot mit mysteriöser Handlung, atemberaubender Kulisse und starken Protagonisten erschaffen. Ihr steuert Wake durch die Wälder von Bright Falls. Euer bester Freund ist eine Taschenlampe, denn offenbar sind die meist fies im Unterholz lauernden Angreifer lichtscheu. Außerdem helfen unter anderem Pistolen und Flinten dabei, euch gegen die Attacken zu wehren. Doch Munition ist rar und oft hilft nur rennen! Am besten dem Licht entgegen…
Anders als die meisten gängigen Spiele der Sparte Survival Horror, die immer mehr in Splatter und Gore versinken, setzt Alan Wake auf Psychologie und Subtilität. Getroffene Gegner lösen sich sprichwörtlich in Licht und Schatten auf. Remedy versteht es meisterlich, ein Gefühl dauernder unterschwelliger Bedrohung zu erzeugen. Es knarzt im Gehölz, Nebelschwaden ziehen auf, hier und da huscht ein Schatten vorbei. Das Spiel zitiert dabei gekonnt die ganz Großen des Horror-Genres von King bis Hitchcock. Versteht sich von selbst, dass die Grafik auf Topniveau ist. Der Soundtrack ist ebenfalls gelungen.
Fazit: Wer auf erwachsenes Entertainment mit überzeugender Story und fantastischer Atmosphäre wert legt, sollte zugreifen.
Alan Wake (Remedy / Microsoft) ist exklusiv für XBox 360 erschienen.


