Unter dieser furchterregenden Sonne
Bekanntschaft macht. Da kommt selbst der komplett gefühlsbereinigte Cetarti ins Staunen: Giftige Riesenkäfer in einer komplett verschlammten Gegend sind neben der zugemüllten Wohnung seines Bruders noch die kleinsten Probleme angesichts einem wie selbstverständlich Entführungen und Erpressungen organisierenden Kleingangsterduo, mit dem sich sein Weg unheilsam verstrickt. Zwischen Roadmovie, Kifferdrama, Science- und Pulp-Fiction ist dieser schmale, aber lesenswerte Roman angesiedelt. Und Busqued schafft es, in seinem nüchternen Stil, alltäglichen, vom Fernsehen ins wirkliche Leben übertragenen Gewaltexzessen eine schockierende Beiläufigkeit zu verleihen. Nichts für Zartbesaitete – aber so trocken und hart wie Tarantino, nur ohne ganz so viel Ironie.
Carlos Busqued aus dem argentinischen Spanisch von Dagmar Ploetz
190 Seiten
Kunstmann, 17,90 Euro


