Der Strand der Dinge
Aber er fällt weich, weil er noch Geld hat und durch seinen WG-Mitbewohner Nils schnell vom 16-Stunden-Arbeits- zum Partytier wird. Natürlich nagt da noch die gescheiterte Beziehung zu seiner Ex und der Tod des Vaters bringt die vernachlässigte Familie ins Spiel. Was lehrt uns dieser Roman über einen, den ein Motorschaden von der Überholspur auf den Standstreifen zwingt? Dass man ab und zu anhalten sollte. Wie Philipp das eigentliche Leben kennenlernt und lernt sich zusammenzuraufen, das ist manchmal sehr komisch, meist aber eine sehr introvertierte Nabelschau eines Berliner-Partylebens. Und sich mit Philipp durch seine multiplen Problembaustellen durchzuarbeiten, krankt letztendlich daran, dass er gern ein tragikomischer Held sein möchte, ihm dafür aber die Fallhöhe fehlt.
David Pfeifer
288 Seiten
Dumont, 19,95 Euro


