Gebrochene Finger, ein spontaner Kuss und ein paar wenige Sonnenstrahlen – Das war Rock am See 2010!
Bereits morgens öffnete das Bodenseestadion seine Pforten für die ersten Festivalbesucher. Ab 13.00 Uhr nahm der Musik-Marathon dann mit der ersten Band, State Radio, seinen Anfang. Es folgte die schwedische Band Friska Viljor. Anschließend gehörte die Bühne Kate Nash. Die überraschte nicht zuletzt durch ihr erstaunlich auffallendes Make-up, das sich im Verlauf der Performance in ihrem ganzen Gesicht verteilte. Meinungen dazu lauteten unter anderem: „Ich schaute auf die Bühne und dachte da steht Joker von Batman“, so ein Besucher.
Mit weniger Make-up aber einer nicht weniger beachtlichen Show heizte hinterher die britische Band Skunk Anansie dem Publikum richtig ein. Zuletzt fand sich Skin, die Sängerin, selbst inmitten der tobenden Massen. Im Folgenden kam der Zeitplan der Veranstaltung zum ersten Mal ins Wanken: Der Gitarrist von The Kooks hatte sich die Finger gebrochen und der Auftritt musste abgesagt werden. Die angereisten Kooks-Fans wurden allerdings mit einem Solo-Auftritt von Sänger Luke Pritchard entschädigt. Zwanzig Minuten stellte er mit seiner Akustikgitarre sein Gesangstalent unter Beweis. Ab 19.00 Uhr regierte dann deutscher Punkrock die Bühne des Bodenseestadions. Der Sound von WIZO sorgte für eine ausgelassene Stimmung und Pogo-Sessions vor der Bühne. Die Fans drängten zunehmend weiter Richtung Bühne und fieberten dem Höhepunkt der Veranstaltung entgegen, dem Auftritt der Toten Hosen.
Um 21.00 Uhr war es soweit: Campino betrat die Bühne und die Masse kochte. Durch den kurzfristig entfallenen Auftritt von The Kooks konnten die Toten Hosen das ursprünglich geplante Set erweitern. Fast zwei Stunden rockte Deutschlands Punkrockband Nummer 1 die Bühne. Das „Liebeslied“ performte Campino zusammen mit einem Fan. Fehlerfrei sang das Mädchen den Text vor tausenden von Menschen. Zum Abschluss bekam sie sogar noch einen spontanen Kuss von ihrem Idol. Eine beeindruckende Bühnenshow und eine eigens von Campino gezündete Feuerwerksrakete beendeten schließlich die Geburtstagsparty.
Zum Abschluss: Ein Prost auf weitere 25 Jahre!
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